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Christian Mück

Christian Mück

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Kurve muss rückgebaut werden!

Montag, 29 Februar 2016
Freigegeben in Lokales
Die im Quellschutz-Gebiet der Stoffner-Quelle in Zellberg errichtete Kurve muss wieder rückgebaut werden. Das hat kürzlich der Landes-Verwaltungsgerichtshof entschieden.

Zellberg - Seit über einem Jahr beschäftigen eine nicht genehmigte Rodung und eine nicht genehmigte Zufahrts-Straße im Quellschutzgebiet die Behörden. Am Hang neben der Quelle sollen nach Wunsch des Grundeigentümers zusätzliche Bauparzellen entstehen. Dafür wurde bereits ein Zufahrts-Weg angelegt.
Auf eigenem Grund  und Boden eine Straße anzulegen, ist nicht verboten. Nur liegt ein Teil dieses Weges im Quellschutz-Gebiet der so genannten "Stoffner Quelle", die seit Jahrzehnten den Quell-Nutzern als Wasserversorgung dient.

Landes-Verwaltungsgericht ordnet Rückbau an

Nunmehr hat der Verwaltungs-Gerichtshof Innsbruck entschieden: Die Kurve bei der Stoffner-Quelle muss rückgebaut werden. Bis Ende April 2016 muss der Erbauer demnach der Aufforderung nachgehen und die errichtete Kehre im Quell-Bereich rückbauen.  Bereits zwei Mal hatte die BH Schwaz in der Vergangenheit den Rückbau und die Aufforstung angeordnet. Das erste Mal war der Bescheid an Josef Pendl ergangen, der als Sohn der Besitzerin wohl die Kehre angelegt hat, aber der falsche Adressat war. Gegen den zweiten Bescheid an die Besitzerin, seine Mutter, wurde Berufung eingelegt. Daher hat sich der Verwaltungs-Gerichtshof mit dem Thema beschäftigt und wie jetzt bekannt wurde offenbar im Jänner den Rückbau angeordnet.
Die Eigentümerin könnte theoretisch gegen diese Entscheidung nun noch das Rechtsmittel der Revision ergreifen.

Kein Statement

Die Redaktion hat mehrfach versucht, von der Familie Pendl eine Stellungnahme einzuholen, leider ohne Erfolg. Auch der Rechtsanwalt der Familie, Mag. Stefan Geisler aus Zell, war zu keiner Stellungnahme bereit.

Elektro-Smog: Werte verbessert

Montag, 29 Februar 2016
Freigegeben in Tirol-Nachrichten
Der ROFAN-KURIER hat in der Jänner-Ausgabe über die gestiegene Belastung durch die 110 kV-Leitung in Kramsach berichtet. Weitere Recherchen zeigen: Das verwendete Messgerät liefert exakte Daten und der Grenzwert von 1.000 Nano-Tesla (nT) ist offenbar in Österreich bereits ausprozessiert. Erfreulich: Zuletzt sind die Belastungs-Werte etwas zurückgegangen.

Tirol/Kramsach - Der von TIWAG und TINETZ auch zuletzt zitierte "Vorsorgewert" von 100.000 Nano-Tesla (nT) wurde von der ROFAN-KURIER-Redaktion nun hinterfragt. Laut Umwelt-Medizinern handlet es sich um eine Empfehlung "aus dem Jahre Schnee", die keinesfalls als Stand der Wissenschaft bezeichnet werden kann.
Zudem gilt offenbar in Österreich für Leitungs-Neubauten bereits jetzt (im Umweltverträglichkeits-Verfahren) ein Höchst-Wert von 1.000 Nano-Tesla (Spitze) für angrenzende Gebäude. Also 100 Mal weniger!
Dieser Wert wurde unter anderem im Verfahren zum Bau der 380 kV-Steiermark-Leitung als Obergrenze festgeschrieben.
Laut Umwelt-Medizinern wurde die Obergrenze von 1.000 Nano-Tesla (nT) offenbar auch in Österreich bereits in Verfahren zu Gunsten von Anrainern herangezogen. Dazu erklärt Dr. Gerd Oberfeld, Umwelt-Mediziner der Salzburger Landesregierung: "In UVP-Verfahren zu 380 kV-Leitungen werden seit mehr als zehn Jahren von der Verbund APG Projekte mit einem Immissionswert für den maximalen Dauerstrom von kleiner 1.000 nT bei den nächstgelegenen Wohnhäusern eingereicht. Davor wurde der WHO-Wert von 100.000 nT herangezogen."
Letzte Messungen zeigen übrigens eine leichte Besserung. Der ROFAN-KURIER bleibt auf jeden Fall dran und wird weiter berichten.

Hier geht's zum ersetn Teil des Artikels.
Rattenbergs Vize-Bürgermeister Bernhard Freiberger (FPÖ) erstattet Anzeige: Die Bettler von Rattenberg haben eine Quell-Stube und eine Höhle aufgebrochen und sich dort häuslich eingerichtet!

Rattenberg - Dass man die rumänischen Bettler in Rattenberg am Parkplatz nicht mehr oft sieht, heißt nicht, dass sie nicht da sind...
Sie werden laut Freiberger am Abend mittels Bus angeliefert und verteilen sich dann auf zwei Höhlen, die sie aufgebrochen haben. Eine davon ist ein Wasser-Schloss, eine Quell-Stube. Die Quelle dort ist allerdings nicht gefasst.
Vize-Bgm. Freiberger erklärt: „Die Zigeuner haben die Schlösser der Höhle und der Wasserquelle hinter dem Schlossberg aufgebrochen und darin Quartier bezogen. Dieser Zustand ist untragbar. Wie kann das sein, dass hier niemand etwas unternimmt?“
Für Freiberger ist das Bettler-Thema in Rattenberg eine „never ending story“...
Er hat nun Anzeige bei der Polizei erstattet und abermals mit Bezirks-Hauptmann Dr. Christoph Platzgummer Rücksprache gehalten. Trauriges Ergebnis: Die Polizei sieht laut Freiberger wenig Handlungs-Möglichkeiten. „Während wir noch versuchen, eine Lösung für das illegale Campen am Parkplatz zu finden, sind diese Leute uns längst einen Schritt voraus. Es ist bedenklich, dass unser Rechts-Staat derart vorgeführt wird! In anderen Ländern gibt es das nicht!“, ärgert sich Freiberger.
Bgm. DI Martin Götz schreibt dazu an die Redaktion: „Wir werden die beiden Stollen in Kürze wieder verschließen.“
© Rofankurier