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Schwaz jongliert 2015 mit 41,5 Millionen EURO

Dienstag, 27 Januar 2015
Freigegeben in Lokales
Die aktuell mit 13.187 Einwohnern viertgrößte Gemeinde Tirols senkt 2015 den Verschuldungsgrad von 40 auf 38 Prozent und gibt 2,5 Millionen EURO für den neuen Kindergarten Postpark aus.

SCHWAZ Das Budget für 2015 sieht ca. 36, 5 Mio. EURO  im Ordentlichen und ca. 5 Mio. EURO im Außerordentlichen Haushalt vor. Der Außerordentliche Haushalt setzt sich aus Landesmitteln (1,25 Millionen EURO), Dahrlehensaufnahmen (1,22 Millionen EURO) und aus Rücklagen in der Höhe von 2,6 Millionen EURO zusammen. Diese werden für die verschiedensten Projekte der Gemeinde ausgegeben.

Neue Feuerwehr-Fahrzeuge

Der größte Anteil geht an die Errichtung des Kindergarten Postpark (2,5 Millionen EURO),
1,4 Millionen EURO hoch ist der Investitionszuschuss für den Neubau des Altersheims St. Josef und 520.000,- EURO
investiert die Gemeinde in Feuerwehr Fahrzeuge.

Größter Posten im Budget ist die  Bildung

Im Ordentlichen Haushalt geht der größte Posten an den Bereich Bildung (ca. 4,2 Mio. EURO). Rund 3,2 Millionen EURO lässt sich die Gemeinde die Krankenhäuser kosten, wobei Rotes Kreuz, Notarzt, Bergrettung, Wasserrettung und Sanitätsdienst davon ca. 205.000,- EURO erhalten. Für soziale Angelegenheiten (z.B. Altersheime, Jugendwohlfahrt) stehen insgesamt ca. 2,5 Mio. EURO zu Verfügung. Weitere Fixkosten sind Müllentsorgung (ca. 1,2 Mio. EURO), Straßenerhaltung und Wirtschaftshof (ca. 2,1 Mio. EURO) sowie Ausgaben für Kultur, Vereine und Landesmusikschule (ca. 1,4 Mio. EURO).

Verwaltung kostenintensiv

Die allgemeinen Verwaltungsausgaben betragen 2015 ca. 2 Mio. EURO, wobei hier mit 553.000,- EURO der Gemeinderat den größten Einzelposten darstellt. Weitere bemerkenswerte Ausgaben sind die Feuerwehr und die Stadtpolizei, die sich rund 800.000,- EURO teilen.
Einnahmenseitig lukriert Schwaz 2015 aus Grundsteuern,  Kommunalsteuer und diversen Gebühren ca. 7,7 Mio. EURO, aus Ertragsanteilen gehen noch rund 13 Millionen EURO ein.

Postpark Schwaz

Freitag, 27 Juni 2014
Freigegeben in Leserbriefe
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Lintner,
 
Der Postpark ist im Flächenwidmungsplan der Stadtgemeinde Schwaz als Grünanlage bzw. Park gewidmet, womit nach allgemeinem Sprachverständnis eine Fläche verstanden wird, in der man Ruhe und Entspannung findet. Bis auf die Fläche des „Umsorgten Wohnens“ sind die süd- und nordseitig angrenzenden Flächen an den Postpark als Kerngebiet gewidmet – allerdings überholt durch die zwischenzeitlich eingetretene ausschließliche Wohnnutzung.
 
Laut Raumordnungsgesetz bestehen für Wohngebiete und Grünanlagen sowohl tags als auch nachts Beschränkungen hinsichtlich der Lärmeinwirkungen bzw. Emissionen aus diesen Gebieten, die durch die nunmehrigen raumordnungsfremden Nutzungen der Grünanlage als Festplatz bei weitem überschritten werden.
 
Ich beziehe mich hier auf das Open-Air-Konzert zum Vatertag mit einer Lärmentwicklung, die eine Unterhaltung unmöglich machte und dies von 11 Uhr bis 18 Uhr. Außerdem wurden bei dieser Musikveranstaltung die zulässigen Dezibel lt. Veranstaltungsgesetz weit überschritten.
 
Weiters wurde am benachbarten Parkplatz der Raika unter Einbeziehung des Postparkes das Bataillonsfest am 13./14.6. mit ähnlicher Lärmentwicklung abgehalten und das mitten in der Stadt, überdies wurde bis in den Nachmittag nach der Fronleichnamsprozession laut musiziert und die Krone der Rücksichtslosigkeit geschah am heutigen Sonntag mit 7-stündiger Beschallung mit orientalischer Musik – von 12 bis 19 Uhr, womit in allen Fällen dem Ruhegedanken, die einer Grünanlage bzw. Parks innewohnt, nicht entsprochen wurde.
 
Nach Gesprächen mit Anwohnern rund um den Postpark wird die widmungsfremde Nutzung des Parks als Festplatz als Zumutung empfunden.
Weiters führe ich an, dass zudem die Stockschießanlage mitten zwischen Wohnhäusern mit der Lärm- und auch Lichtbelästigung durch die Scheinwerfer bis 22 Uhr abends eine reine Zumutung ist.
 
Überdies hat es bei der Umgestaltung des Postparkes ohne Absperrmöglichkeit dazu geführt, dass vermehrt die Grünanlage als Hundeauslauf, insbesondere ab 7 Uhr früh und auch abends missbraucht wird. Der stufenlose, breite asphaltierte Durchgangsweg wird nun auch als Durchfahrt für Mopeds und als Zufahrt zum Seniorenheim genutzt.
 
Es spielt bei so viel Lärmentwicklung aus einer Ruhezone dann wohl auch keine Rolle mehr, wenn an Tagen, an denen Stockschützen nicht spielen, türkisch sprechende Mitbürger bis oft Mitternacht sich laut unterhalten und auch oft noch Ballspielen.
 
Regimentsfeste, Open-Air-Konzerte (7-stündig am Vatertag), orientalische Musik (ebenfalls 7-stündige Belästigung) gehören wohl an einen Platz, an dem die Vielzahl der ruhebedürftigen Anrainer und die Bewohner des „Umsorgten Wohnens“ nicht belästigt werden. Hat Schwaz nicht andere Orte für diese Feste, wo Anrainer nicht so ungebührlich belästigt werden – ist Rücksichtnahme ein Fremdwort??
 
Wir sind befremdet, Gundolf, Barbara und Katharina Frey
© Rofankurier