A+ A A-

Vokalensemble Mosaik Live im Malerwinkel

Freitag, 05 Mai 2017
Freigegeben in Lokales
RATTENBERG (klausm) Am Freitag den 05. und als Wiederholungskonzert am Samstag den 06. Mai, lud das Vokalensemble MOSAIK unter der Leitung von Gabriele Nindl zu einem musikalischen Spaziergang von der Renaissance zur Moderne in den Malerwinkel Rattenberg. Unter den Konzertbesuchern aus Brixlegg Dir Tina Reisigl, Dir Georg Gamper von der Sparkasse Rattenberg, Bezirkskapellmeister und Musikschulleiter aus Kramsach Gerhard Guggenbichler, Vertreter vom Kirchen- und Heimatchor Reith und Männergesangsverein Kramsach, Mitglieder benachbarter Musikkapellen und natürlich jede Menge MOSAIK-Fans.

Obwohl der Konzertsaal-Malerwinkel für 140 Zuhörer bestuhlt war, reichte dies bei weitem nicht aus und es musste bis unmittelbar vor Konzertbeginn die Bestuhlung erweitert werden. Zum Ensemble MOSAIK gehören Adi Schinnerl, Anton Dollinger, Alfred Novosel (Bass/Tenor), Christine Mariotti, Gabriele Nindl, Evi Ascher, Traudi Reicht (Sopran), Hannelore Radinger, Barbara Huber, Brigitte Zeisl, Christine Ascher (Alt).

Mosaik lieferte mit „Frau Nachtigall mit süßem Schall“ nach zweijähriger schöpfersicher Pause wieder eine bemerkenswerte, eine hörenswerte Produktion ab. Musikalisch durchstreifte Mosaik mit diversen Chor- und Instrumentalwerken die Renaissance ebenso wie die Moderne, was ihr sehr gut gelang. Neben dem Vokalensemble glänzten in besonderer Weise die Instrumentalisten Matthias Schinagl (Klavier), Andreas Knapp (Klarinette), Ruth Ritsch(Blockflöten), Günter Schwaizer (Laute), Tobias Steinberger(Percussion). Zur Aufführung kamen Werke von Thomas Weelkes, Johann Hermann Schein, Antonín Dvorák, Matyas Seiber, Aaron Copland.

MOSAIK …

1995 gegründet, mit dem Ziel geistliche und weltliche Programme aus verschiedensten Musikepochen zu erarbeiten, hat sich das Vokalensemble Mosaik unter der musikalischen Leitung von Gabriele Nindl mit vielen erfolgreichen Musik-Projekten einen Namen gemacht. Neue Wege in der Interpretation und Dynamik von Musikstücken zu gehen und damit musikalische Glanzpunkte zu setzen, sind das erklärte Ziel der Ensemblemitglieder. Bei anspruchsvollen Messgestaltungen, Matineen und vielen anderen abwechslungsreichen und interessanten Konzerten konnte dies eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden.
RATTENBERG (klausm) Am Mittwoch den 11. Mai präsentierte die Landesmusikschule Kramsach im Malerwinkel Rattenberg verschiedene Ensembles, zusammengesetzt aus den verschiedenen Instrumentalklassen der Musikschule. Ein ganz außergewöhnlicher Konzertgenuss also. Musikschulleiter Gerhard Guggenbichler begrüßte die anwesenden Konzertbesucher und Hans Mittner war dieses Mal nicht nur als Vertreter des Fördervereins anwesend, vielmehr wirkte er als auftretender Künstler im Klarinetten- und Saxophonensemble mit. Insgesamt standen 16 Ensembles mit über 60 Musikern auf der Bühne und wurden für ihre Auftritte vom Publikum mit verdientem Applaus belohnt.

FOTOS:


„kunstTON“ im Malerwinkel Rattenberg

Sonntag, 01 Mai 2016
Freigegeben in Lokales
RATTENBERG (klausm) Musik hören und Kunst schauen – als Gesamtkunstwerk erleben! Dazu lud das Tiroler Musikschulwerk am Freitag den 29. April in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kramsach sowie der Stadtgemeinde Rattenberg zur Veranstaltung „kunstTON“ in den Malerwinkel. Für das Musikschulwerk sprachen Simone Zelger und Robert Morandell, für die beiden Gemeinden Kramsach und Rattenberg Vize-Bgm Mag. Karin Friedrich. Unter den Ausstellungsbesuchern LA Dr. Bettina Ellinger, Bgm Bernhard Freiberger, Alt-Bgm DI Götz, GR Astrid Schwarz, Sparkassendirektor Friedrich Anrain, Landesmusikschulleiter-Kramsach Gerhard Guggenbichler, Kdt-STV aus Kramsach Andreas Haas.

„kunstTON“ ist die Verbindung von Musik mit anderen Kunstformen. Auslöser für dieses Veranstaltungsformat war das gegenseitige Interesse von Vertretern der beiden Kunstrichtungen Musik und Bildender Kunst für die jeweilig andere Kunstform. Daraus entstand schließlich der Wunsch nach gemeinsamer Gestaltung, nach einem neuen gemeinsamen Ausstellungsformat. Bekam das erste gemeinsame Projekt dieser Art die Überschrift „Musik & Literatur“, so kreierten die Verantwortlichen heuer ihr Projekt als „kunstTON“.

Ausstellende Künstler waren einerseits Robert Freund, Rudi Gritsch und Helmut Nindl. Andererseits präsentierte das Tiroler Musikschulwerk ausgewählte Ensembles mit Musik aus Jazz und Klassik. Zwischen den jeweiligen Musikblöcken stellten sich die drei ausstellenden Künstler den Besuchern vor und sprachen unter anderem über ihre Arbeiten, Techniken, Visionen und Wünschen.

Rudi Gritsch etwa denkt lange schon laut über die Schaffung eines Glasmuseums nach, zumindest wünscht er sich das. Gritsch leitet die Abteilung für Heißglas an der HTL Glas und Chemie Kramsach und arbeitet seit 1991 freischaffend als Glasgestalter in seinem Studio am Achenrain; internationale Vortragstätigkeit, Seminare und Entwicklung innovativer Techniken.

Robert Freund erzählte, dass er sich unter anderem von Rappmusik inspirieren lässt und meinte am Ende seines Auftrittes humorvoll: „Wenn ich meine  Bilder beschreiben könnte, bräuchte ich sie nicht malen.“ Robert Freund, geboren 1981 in St. Johann in Tirol, lebt und arbeitet in Kramsach; Diplom für Malerei und Grafik an der Akademie der bildenden Künste in Wien; seit 2010 Lehrer für Glasmalerei, Entwurf und Design an der Glasfachschule HTL Kramsach.

Helmut Nindl ging auf einige seiner Werke näher ein, sprach unter anderem über die Inspiration in seiner Arbeit durch Paul Klee, unterstrich das Engagement des dargestellten Heinz Mantl, dem Gründer des Kramsacher Höfemuseum’s und damit Visionär und Vordenker seiner Zeit. Helmut Nindl, geboren 1955; HTL-Innsbruck, Bildhauerei; Studium mit Diplom an der Akademie der bildenden Künste München; seit 1979 als Bildhauer freischaffend tätig; Preisträger bei verschiedenen Wettbewerben zu Kunst im öffentlichen Raum.

FOTOS



Wir sind Rattenberg

Montag, 19 Oktober 2015
Freigegeben in Lokales
RATTENBERG (klausm) Ideen für die Zukunft erhoffte sich Rattenbergs Vizebürgermeister Bernhard Freiberger und lud dazu am Montag den 19. Oktober in den Malerwinkel um zum Thema „Wir sind Rattenberg“ einerseits die IST-Situation aufzulisten und um andererseits Gedanken, Vorschläge und Anregungen für die Zukunft der Stadt zu sammeln. Unter den interessierten Anwesenden neben Bgm DI Martin Götz, GR Mag. Peter Knetsch, GR Josef Fürst auch Alt-Bürgermeister Josef Handle.

In einer ersten Runde stellte Freiberger die 12 Vereine von Rattenberg vor, wobei die Feuerwehr zwar als Verein geführt wird, auf Grund ihres öffentlichen Auftrages aber eine Körperschaft ist. Zu Rattenbergs Vereinslandschaft gehört neben der Feuerwehr die Stadtmusikkapelle Rattenberg-Radfeld, die Schlossbergspiele, der Sportverein mit Tennis, Fußball, Volleyball und Eishockey, Kinderheim, Stocksport, Kleintierzuchtverein, Schach, Augustiner Museum.

Weitere Schwerpunktthemen waren an diesem Abend die Zukunft des Bezirksgerichtes, dazu meinte Freiberger, dass das Bezirksgericht Rattenberg eines Tages wohl Geschichte sein würde und man sich rechtzeitig über eine sinnvolle Verwendung des Hauses Gedanken machen müsse, dass die desolaten WC-Anlagen an den Ost- und Westparkplätzen modernisiert werden müssten, am besten vielleicht sogar an Privatbetreiber abgegeben werden sollten, dass man sich für die Parkplatzbewirtschaftung selbst eine eventuell gewinnbringende Lösung für die Stadt überlegen würde, dass man die Zerstörung der WC-Anlagen auf dem Schlossberg durch Vandalen in den Griff kriegen müsse, dass der Kinderspielplatz, Nähe Bahnhof, saniert und kindersicher gemacht würde und dass es dazu seitens des Landes bereits Förderungszusagen gäbe, dass es mit dem Rattenberger Sportplatz, welcher längst nicht mehr zeitgemäß ist, eventuelle ein Kooperation mit Radfeld geben könnte.

In der dritten Informationsrunde des Abends sprach Freiberger einige News an. So wird etwa bereits seit geraumer Zeit das Rattenberger Trinkwasser mittels einer UV-Bestrahlungsanlage absolut keimfrei und trinkbar gemacht. Weiters wurde bereits begonnen die Stadtbeleuchtung sukzessive zu erneuern und auf LED Leuchtmittel umzustellen, ja und das 26 Jahre alte Einsatzfahrzeug der Stadtfeuerwehr soll ebenfalls umgehend durch ein neues, mittels Boxensystem vielseitig bestückbares Kraftfahrzeug ersetzt werden. Zusammenfassend gestaltete Vizebürgermeister Bernhard Freiberger einen interessanten Informationsabend der am Ende in eine kurze Diskussionsrunde mündete.

Informationsveranstaltung der Stadt Rattenberg

Dienstag, 10 März 2015
Freigegeben in Lokales
RATTENBERG (klausm) Rattenberg’s Vize-Bgm Bernhard Freiberger und Kulturausschussobmann Josef Fürst luden am Montag den 09. März in den Saal Malerwinkel zu einem öffentlichen Informationsabend. Unter den etwa 90 bis 100 Besuchern neben Unternehmern, Stadtpolitikern, Gewerbetreibenden, Gastwirten, Vereinsobleuten, Vertretern der heimischen Banken, auch die Bürgermeister Mag Josef Auer aus Radfeld sowie Rattenberg’s Bürgermeister Dipl.-Ing. Martin Götz. Wobei sich Götz erst zum letzten Programmpunkt, Allfälliges nämlich, für konkrete Fragen aus der Bevölkerung zur Verfügung stellen wollte. Die beiden Initiatoren Freiberger und Fürst hatten sich für diesen Informationsabend, dem ersten in dieser Art überhaupt, die Themen Hochwasserschutz, Kulturelle Aktivitäten zudem das Thema zukünftige Projekte vorgenommen.

Hochwasserschutz

Zum Thema Hochwasserschutz gab es in den letzten Wochen ja schon mehrere Veranstaltungen, wie beispielsweise in Kundl, Wörgl, Rattenberg, etc., somit konnte Vize-Bürgermeister Freiberger dieses Thema zügig abarbeiten. Er stellte fest, daß die Retentionsflächen von Innsbruck bis Kufstein mittlerweile zum Teil verbaut sind, daraus ergäbe sich natürlich der massive Widerstand der betroffenen Gemeinden gegen derzeit seitens des Landes geplante Retentionsflächen. Geplante Retentionsflächen auf der Strecke Innsbruck – Kufstein finden sich im Raum Thaur, Raum Schwaz – Buch und eben Raum Radfeld bis Kundl. Freiberger erklärte sich mit den Nachbarbürgermeistern Auer und Hoflacher ohne Abstriche solidarisch. Sie, die Rattenberger selbst, wären beim letzten Hochwasser nur knapp mit einem blauen Auge davon gekommen, weil die Aufsteckwände auf der Stadtmauer entlang des Inn-Ufers ihre Aufgabe erfüllt hatten. Damit war der Rattenberger Hochwasserschutz allerdings damals auch schon am Limit. Probleme könnte es künftig am ehesten im Bereich Parkplatz West bis zur Autobahnbrücke geben, eine ordentliche Mauer wäre hier vorstellbar.

Kulturelle Aktivitäten

Kulturausschussobmann Josef Fürst präsentierte für das kommende Jahr geplante Konzerte, Ausstellungen, Aktivitäten des Augustinermuseums, etc. Zu dem vor etwa 2 Jahren eingestellten erfolgreichen Rattenberger Genusstag meinte Fürst, werde man sich von dieser Bezeichnung wohl verabschieden und will sich dafür einen neuen Namen einfallen lassen. Statt den Markt- und Genusstag nämlich lediglich auf einen einzigen Tag zu beschränken denkt man daran, diesen einen Tag auf drei Tage auszudehnen, daher braucht’s dafür auch einen neuen Namen. Somit soll der ehemalige Genusstag mit neuem Konzept wieder aktiviert werden. Nach wie vor sollen diese Tage aus Rattenberg ein einziges Festgelände mit Handwerks- Töpfer- Kunstmarkt, mit umfassender Gastronomie, Unterhaltung sein, aber eben über drei Tage.

Daß die Statue des Kanzler Bieners an der Kirchenmauer irgendwann verschwunden und bis heute nicht aufgetaucht ist, ist bekannt. Daher gibt’s für diesen leeren Platz neue Überlegungen. Josef Fürst entdeckte zwei wunderbare Büsten vom Künstler Stefan Silberberg aus Kramsacher Marmor. Die eine zeigt den Kanzler Biener die andere die Landesherrin Claudia von Medici, beide Arbeiten stünden als Leihgabe des Besitzer zur Verfügung. Für die Notburga von Rattenberg wird’s, wie die Besucher erfahren konnten, im September sowieso einen Schwerpunkt geben.

Das legendäre Rattenberger Stadtfest soll auch einer Veränderung unterzogen werden. Natürlich soll und wird dieses eine Fest, zu dem Tausende in die Glasstadt stürmen, den Namen beibehalten. Daneben sollen aber mehrere kleinere Stadtfestl’n mit einem anderen, einem neuen Namen, installiert werden. Damit soll erreicht werden, dass dieses eine ultimative Stadtfest ein wenig kleiner, damit leichter abwickelbar wird und dass die Stadt in der Folge durch mehrere kleinere Festl’n mit Stadtfestcharakter attraktiver, noch mehr belebt wird.

Ein weiteres Anliegen vom Kulturreferenten ist es, das Rattenberger Mittelalterfest, welches es seit etwa 2-3 Jahren nicht mehr gibt und eigentlich nirgends so gut hinpasst als nach Rattenberg, wieder aufleben zu lassen, dafür wäre sogar eine eigener Mittelalterverein vorhanden. Ob’s dazu kommt wird man sehen, derzeit feiern die historisch Gewandeten ja bekanntlich großartige Erfolge auf Gut Matzen.

Neben der Aussicht, dass der beliebte Boxevent auch heuer wieder abgehalten würde, informierte Fürst darüber, dass die traditionellen Platzkonzerte in Rattenberg heuer nicht mehr stattfinden, im Gegenzug dafür aber die Sommerkonzert in Radfeld nicht nur 14-tägig sondern wöchentlich gespielt würden. Zu guter Letzt lud Josef Fürst alle Rattenberger ein bei den angebotenen Veranstaltungen mitzuwirken, mitzumachen.

Künftige Projekte

Ziemlich kritisch machte Vize-Bgm Bernhard Freiberger Inventur mit diversen Rattenberger Situationen baulicher Natur. Die derzeitige Parkplatzbewirtschaftung mit Parkscheinautomaten plus Parkraumüberwachungsorgane findet Freiberger als absolut negativ den vielen Rattenbergbesuchern  gegenüber, riskiert man unter Umständen doch ein Strafmandat wenn man nicht zeitgerecht ein neues Ticket löst und wird man von Amts wegen zur Kasse gebeten, ist man ohnedies mit der Stadt auf immer und ewig beleidigt, was jeder Autofahrer versteht. Freibergers Vorschlag daher: Unbedingt die Parkplätze im Westen und Osten einfach per Schranken und fairer Zeitabrechnung zu bewirtschaften. Keine verärgerten Besucher, keine Kosten für Parkraumbewacher. Die veralteten WC-Anlagen auf dem Parkplatz-West gehörten ebenfalls umgehend erneuert, sie die WC-Anlagen, wären nämlich ein einziger unhygienische Schandfleck.

Besonders anschaulich kritisierte Freiberger die absolut gefährlichen, weil niedrig und von Kindern leicht überwindbaren Sicherheitszäune auf dem Schlossberg. Hier kann wirklich jeder froh sein, dass bisher noch wie etwas Schreckliches passiert ist. Untragbar und sofort zu ändern. Ebenso deutlich zeigte der Vize die baulichen Mängel auf dem Kinderspielplatz, Nähe Bahnhof, auf. Auch hier muß sofort die eine oder andere Reparatur durchgeführt werden. Derzeit lauern hier auf die spielenden Kinder an allen Ecken und Enden mögliche Verletzungsgefahren.

Allgemeines

Am Ende des Abends fasste Bürgermeister Dipl.-Ing. Martin Götz die wesentlichsten Punkte zusammen, sprach über Förderungen, Denkmalschutz, die aufgelisteten Misstände, bekannte sich dazu, dass halt aus Kostengründen nicht alle Anliegen von jetzt auf gleich erledigt werden könnten, nahm sich aber die wirklich wichtigen Dinge wie etwa den Schutzzaun auf dem Schlossberg und die Sicherheit  auf dem Kinderspielplatz heraus, mit der Zusage diese untragbaren weil gefährlichen Umstände bald zu lösen, diesen Katalog eben nach Prioritäten abzuarbeiten.

FOTOS:


Hochwasserschutz spaltet die Gemeinden!

Donnerstag, 05 März 2015
Freigegeben in Tirol-Nachrichten
„Wasser hält sich nicht an Gemeindegrenzen!“ Unter diesem Motto wollte LHStv Josef Geisler Werbung für einen gemeinsamen Hochwasser-Schutz von Brixlegg bis Wörgl machen. Bei einer Infoveranstaltung blitze er mit dieser Idee allerdings ab.

TIROL (klausm/lias) Das Land Tirol möchte einen Schulterschluss der Gemeinden Brixlegg, Radfeld, Kundl, Breitenbach, Kramsach, Rattenberg und Wörgl in einem Wasser-Verband, um gezielt  und gemeinsam Retentionsflächen festzulegen.   
Doch für den Kundler Gemeindevorstand kommt eine „kleine Verbandslösung“ im Zusammenhang mit den geplanten Retentionsflächen nicht in Frage. Auch Radfeld legt sich nach einem einstimmigen Beschluss im Gemeinderat quer.
Die beiden Gemeinden sprengen so vorerst die Pläne für ein gemeinsames Vorgehen.

Infoabend ohne Antworten

Am Montag, 9. Februar, lud das Land Tirol alle Bürgermeister, Gemeinderäte und Ausschüsse der betroffenen Inn-Gemeinden zu dem Informationsabend „Gemeindeübergreifender Hochwasserschutz im Tiroler Unterinntal“ in das Veranstaltungszentrum Malerwinkel in Rattenberg. Die meisten der Geladenen hatten sich einen echten Informationsabend für Gemeindevertreter erwartet, an dem seitens der Landesregierung die vielen offenen Fragen der letzten Monate beantwortet und Lösungen präsentiert würden.
Nach kurzer Zeit war allerdings klar, dass es an diesem Abend keine schlüssigen Antworten geben würde. Die Bürgermeister, die Gemeinderäte, die verschiedenen Ausschussmitglieder konnten zwar – und dies zum wiederholten Mal – die Situation und ihre Bedenken im Bezug auf Hochwasserschutz und geplante Retentionsflächen neuerlich vorbringen, aber die angereisten Fachleute und Spezialisten des Landes Tirol konnten die Fragen nur teilweise beantworten.

Geisler startete mit Appell

LHStv Josef Geisler eröffnete mit dem Appell, das Thema „Hochwasserschutz im Tiroler Unterinntal“ gemeinsam anzupacken und nicht gegeneinander zu arbeiten. Doch die Gemeinderats-Wahlen werfen bereits ihre Schatten voraus und so geben sich manche Gemeindevertreter besonders kämpferisch.
Den Fragen stellten sich unter anderem DI Markus Federspiel und Dr. Stefan Walder.

„Rote Zone heißt nicht
unbeding Bauverbot“

DI Federspiel nahm zu den Gefahrenzonen-Plänen und den gesetzlichen Grundlagen des Raumordnungsgesetzes Stellung und stellte fest, dass „Rote Zone“ nicht unbedingt Bauverbot bedeutet.
Dr. Walder präsentierte die Regionalstudie Unterinntal von Innsbruck bis Kufstein, lieferte eine Abflussuntersuchung und stellte die Wirkung von Hochwasser-Schutzmaßnahmen dar.

Ergebnis, das eigentlich
keines ist

Schließlich kam es doch zu einem Ergebnis, zumindest zu einem Teilergebnis: Jede der betroffenen Gemeinden bestellt nun drei Personen, welche im März in einer gemeinsamen Exkursion nach Vorarlberg fahren, sich dort bereits bestehende Gemeindeverbände anschauen und sich dabei über die Funktion und Zusammenarbeit dieser Verbände einen Überblick verschaffen.
Im Herbst will man sich dann wieder im Bezirk treffen und gemeinsam mit den Landesvertretern einen gangbaren Weg zum Thema „Hochwasserschutz im Tiroler Unterinntal“ erarbeiten.
In einer ersten Aussendung nach diesem Infoabend wiederholte der Kundler Bürgermeister Anton Hoflacher (SPÖ) seine Forderung: „Die Retentionsflächen müssen tatsächlich tirolweit gerecht aufgeteilt werden, schließlich können wir in Kundl und Radfeld ja nicht alles allein schlucken.“

Vorwüfe an das Land Tirol

Auch die Wörgler Bürgermeisterin Hedi Wechner ist der selben Meinung: „Man spricht immer nur davon, dass die „Untenlieger“ nicht benachteiligt werden dürfen. Natürlich bringt ein Damm große Vorteile für Wörgl, dennoch dürfen auch die „Obenlieger“ nicht benachteiligt werden. Das Land Tirol hat im Bereich Hochwasserschutz vieles verabsäumt, auch was die Roten Zonen betrifft“.
Vize-Bgm. Bernhard Freiberger sieht ebenfalls Verabsäumungen beim Land, dennoch ist er der Meinung, man solle „den Kopf nicht in den Sand stecken und zu sammen nach einer Lösung suchen, denn das nächste Hochwasser kommt bestimmt“...
Vortrag: Hermann Drexel Votivbilder aus Tirol. Entstehung und Entwicklung des Votivbildes, erläutert anhand repräsentativer Beispiele aus Tirol

Datum und Zeit: Freitag, 1. August, 20 Uhr Ort: Veranstaltungszentrum "Malerwinkel" (Stadtamt Rattenberg, Saal Kanzler Biener)

Eintritt frei
© Rofankurier