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Münster: Wartezeiten wegen Hauptleitungs-Arbeiten

Dienstag, 03 Oktober 2017
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In der Redaktion trafen einige Beschwerden von Münsterer Bürgern ein: Bei der Münsterer Orts-Durchfahrt gab es immer wieder Baustellen und dadurch Wartezeiten. Der ROFAN-KURIER fragte nach:

Münster - "Der größte Teil der Bauarbeiten sind abgeschlossen", sagt Bgm. Werner Entner auf Nachfrage des ROFAN-KURIERs. Es wurde im Ort eine neue Wasserleitung verlegt. 1,5 Millionen EURO kostete dieses Wasserleitungs-Erweiterungs-Paket die Gemeinde Münster. Bis spätestens Mitte Oktober sollen die Bauarbeiten laut Entner fertig sein. Die Wasserleitungs-Erneuerung wurde vom Dorf bis zur Gärtnerei Wagner verlegt. "Damit sind die Arbeiten im Prinzip beendet – jetzt muss die Baufirma nur noch letzte Arbeiten erledigen", sagt der Bürgermeister. Eine Asphaltschicht und der Gehsteig fehlen teilweise noch. Entner: "Der größte Abschnitt ist  aber nun so gut wie fertig."
In zwei Jahren wird es allerdings nochmals Arbeiten geben: Der provisorische Asphalt, den die Baufirma aufträgt, muss nochmals abgestemmt werden und dann kommt eine neue, endgültige  Schicht drauf. "So will man einem Absacken des Asphalts entgesteuern", erklärt der Bgm. Entner. (mk)

Kunst-Spektakel IV in Kundl

Sonntag, 26 März 2017
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KUNDL (klausm) Am 25. und 26. März fand im Kundler Gemeindesaal die mittlerweile bereits 4. Auflage des Kunst-Spektakel’s mit Künstlermarkt + Live-Musik in Kooperation mit dem Kundler Kulturausschuss statt. Gemeinderat Dipl. Ing. Albert Margreiter hieß neben allen Ausstellern die drei Initiatorinnen des Spektakels Elisabeth Zisterer, Martina Sigl und Veronika Feichtner in Kundl herzlich willkommen und eröffnete die Ausstellung. Unter den Besuchern Kundl’s Vizebürgermeisterin Mag. Barbara Trapl, die Brixlegger Gemeinderätin Christine Sigl sowie VS-Dir Michael Kreuzer aus Brandenberg mit Gattin und NMS-Dir Georg Unterrainer aus Kundl mit Gattin.

Mit dem Brixlegger Kulturverein „Design-Baustelle“ verfolgen Elisabeth, Martina und Veronika einzig das Ziel, lokalen Künstlern eine öffentliche Plattform, einen Marktplatz für die Präsentation ihrer Arbeiten, ihrer Handwerkskunst zu bieten und mit dem „Kunst-Spektakel“ in Kundl gelang ihnen das auch heuer wieder in exzellenter Weise, kamen doch über 50 Aussteller aus Oberösterreich, Steiermark, Salzburg und Tirol in die Marktgemeinde.

Dem interessierten Besucher bot der Künstlermarkt originelle Handwerksarbeiten aus den Bereichen Schmuck, Mode, Accessoires, Bekleidung, Strickwaren, Bilder, Duftöle, Naturkosmetik, Lichtkunstwerke, Wohnaccessoires, Skulpturen, Töpferwaren, Holzkunstwerke und das besonders reizvolle an derartigen Kunstmärkten - nahezu alle angebotenen Arbeiten waren Einzelanfertigungen, Unikate also. An der Bar Essen und Trinken ohne Ende und Live-Auftritte von „Fadlviera“, „Fire Mountain“, „Vorfreude“, „TwoFor3“ und „Wolfgang“. Gratulation an die Mitglieder der Brixlegger Design-Baustelle und ihre Freunde für die perfekte Veranstaltung im Kundler Gemeindesaal. 

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Nach dem massiven Steinschlag im Gewerbegebiet Nord im Mai 2013 wird derzeit ein neuer Steinschlagschutz errichtet. Trotz Baustelle sind alle Betriebe gut erreichbar.

SCHLITTERS Als im Mai 2013 Gesteinsbrocken mit etwa zwei Kubikmetern Größe auf die L218, die Zufahrtsstraße zum Gewerbegebiet Nord, in Schlitters stürzten, überwanden sie den bestehenden Schutzdamm. Deshalb werden in diesen Wochen der gesamte Damm auf 260 Laufmetern und die Schutznetze auf 210 Laufmetern komplett erneuert. Das etwa 610.000,– EURO teure Projekt führt die Gemeinde, die 50% der Kosten trägt, zusammen mit dem Katastrophenschutzfond und dem Land Tirol durch. Ausführende Firmen sind die Wildbach- und Lavinenverbauung (WLV), die ÖBF Forsttechnik und HTB Imst – etwa acht Personen sind mit schwerem Gerät auf der Baustelle tätig. Während der gesamten Bauzeit sind die ansässigen Firmen (Autohaus Schlitters, Profi Reifen, Kaffeemaschinen Neuner, Bipa, Billa, Sportfundgrube, Aus&Raus, Asia Cooking, Hairline, McDonalds, Avia) uneingeschränkt und natürlich ohne Gefahr sicher erreichbar. Die Gemeinde Schlitters nützt die Bauarbeiten, um die bestehende Straße zu verbessern. In weiterer Folge werden Gehsteig und Straßenbeleuchtung montiert. Vizebürgermeister Hannes Kreidl zum ROFAN-KURIER: „Diese Bautätigkeiten sind positiv für alle Beteiligten. Sowohl Kunden als auch Betriebe profitieren von diesen Schutzmaßnahmen.“

Betrug am Bau: So wird´s gemacht

Montag, 03 Juni 2013
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Seit Jahren ist eine Firma aus dem Unterland in der Baubranche tätig. Gehandelt wird mit Materialien und Dienstleistungen... Der Betrieb ist lediglich Vermittler und kassiert Anzahlungen, die den Weg zur Subfirma nicht immer finden.

TIROL (cm)  „Ich habe gesehen, dass Sie einen Rohbau aufstellen. Wir sind eine Fenster-Firma und würden gerne ein Angebot legen...“ So beginnt Daniel A. (Name von der Redaktion geändert) das Gespräch mit dem Bauherrn.
Von wegen: Daniel A. und sein Geschäfts-Partner, Walter B. (Name von der Redaktion geändert) sind in Wirklichkeit nur Auftrags-Keiler. Aber das erwähnen sie nicht. Sie bauen nicht ein, sie haben keine Mitarbeiter und sie haben auch keine Türen oder Fenster. Sie lassen einbauen. Und zwar von Firmen, denen sie die vermittelten Aufträge zuschanzen. Allerdings nicht, ohne vorher eine Anzahlung zu kassieren.
„Wir hätten gerne 50% der Summe im Voraus. Schließlich müssen wir das Material beschaffen und haben Kosten...“, erklärt A. dem Kunden. Als dieser ablehnt und „nur“ etwa 10% anzahlen möchte, springt A. trotzdem auf. Sein Partner, B., holt das Geld ab, denn: „Wir müssen das sofort an den Produzenten übergeben! Sonst können wir den Auftrag nicht mehr umsetzen...“
Walter B. betont, er sei absolut seriös, als er das Geld abholt. Zurückgegeltes langes Haar, billige Krawatte und ein breites Grinsen, als die Scheine in seine Tasche wandern... Diesem Eindruck bleibt er nichts schuldig: Etwa 10 Tage nach der „dringenden Anzahlung“ läutet das Telefon. Eine Firma, von der bisher nie die Rede war, meldet sich beim Bauherrn. Deren Chef  wurde zuvor bei der Baubesichtigung von Daniel A. als „Mitarbeiter“ vorgestellt. Nun stellt sich heraus, dass dieser „Mitarbeiter“ eigentlich selbst Unternehmer ist und eine Subfirma vertritt, an die der Auftrag von Daniel und Walter weitergegeben wurde. „Wir würden den Auftrag gerne machen. Aber ganz ohne Anzahlung geht das leider nicht...“ Der Auftraggeber ist verwundert: Er hat doch an die Firma von Daniel A. und Walter B. 4.000,- EURO übergeben. Als Anzahlung...
Das Lügen-Kartenhaus von Herrn A. und Herrn B. stürzt ein. Die Subfirma berichtet von 11.000,- EURO, die man ihr noch schulde – aus vergangenen Aufträgen. Daher wolle man nicht über die Firma der beiden Unterländer abwickeln.
Der Auftraggeber klagt auf Rückerstattung der Anzahlung und bekommt diese nebst Anwaltskosten-Erstattung vor Gericht auch zugesprochen... Doch die Beklagten zahlen nicht. Wie sich herausstellt, haben sie bereits etliche Schulden angehäuft. Der dicke BMW: Geleast. Das Haus: Gemietet. Trotz Gerichtsurteil bleibt die Zahlung aus.
Wie zu erfahren war, streben Daniel A. und Walter B. gerade einen Konkurs an. Ob die Mehrheit der Gläubiger der Quote zustimmt, bleibt fraglich.

Schau genau – auch am Bau

Der Zillertaler Rechtsanwalt Mag. Andreas Schiestl, aber auch die Wörgler Rechtsanwältin Mag. Sigrid Schmidt haben derzeit mit ähnlichen Fällen zu tun. „Mandanten wurden um ihr Geld geprellt. Firmen haben zum Beispiel im Installations-Bereich Anzahlungen kassiert, aber die Leistungen nicht erbracht und sind dann in Konkurs gegangen. Anzahlungen sollten nur „Zug um Zug“ erfolgen. Also wenn Material auf der Baustelle einlangt, kann in etwa soviel bezahlt werden, wie dieses Material wert ist. Und nicht mehr. Idealer Weise wird nach Abschluss der Arbeiten und Endkontrolle bezahlt“, sind sich die Juristen einig. Vor allem bei unbekannten Firmen sollte man mit Anzahlungen sehr vorsichtig sein.
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